CO-2 Ausstieg – Europas Energiewende

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Das anhaltende Wachstum von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre führt zu einem globalen Klimawandel, der bereits Ökosysteme zerstört und Menschenleben bedroht. Eine durchschnittliche globale Erwärmung von +2 °C wird das Risiko von Hunger, Überschwemmungen und Wasserknappheit für Millionen von Menschen erhöhen. Um den Temperaturanstieg auf einem akzeptablen Niveau zu halten, müssen wir unsere Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dazu gibt es weder aus ökologischer noch aus wirtschaftlicher Sicht eine Alternative.

Das wichtigste Treibhausgas ist Kohlendioxid CO2, das bei der Nutzung fossiler Brennstoffe bei der Energieerzeugung und im Verkehr entsteht. Welche Maßnahmen wurden also ergriffen?

CO2-Ausstieg bis 2050

Die globale Erwärmung soll auf max. 2 °C begrenzt werden. Folglich müssen Erdöl, Gas und Kohle als Energieträger in Europa ersetzt werden. Das aktuelle Szenario hat uns deutlich gezeigt, dass dies schon bis 2050 umsetzbar ist.

Zu diesem Zeitpunkt kann die Energieversorgung der Welt nahezu vollkommen auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden. Nach dem Energie[R]evolution-Szenario sollte dies sowohl aus technischer als auch aus finanzieller Sicht möglich sein. Dies kann auch Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen.

Was bedeutet Energie[R]evolution-Szenario?

Das Szenario wurde von Greenpeace in Kooperation mit dem DLR (Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) entwickelt. Es basiert auf einer großen Menge individueller Forschung. Dies ist derzeit das vollständigste globale Szenario für eine andauernde und klimafreundliche Energieversorgung.

Der Verzicht auf fossile Energie gilt als wichtigstes Element, um die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Ein Viertel der weltweiten Treibhausgase wird derzeit durch Entwaldung und Landwirtschaft erzeugt, die restlichen 3/4 stammen aus der Förderung und Verbrennung von Öl, Kohle und Gas.

Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch und können mit gefährlichen Kernreaktoren und klimaungünstigen Kohlekraftwerken konkurrieren. Eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien ist in allen Sektoren möglich. Europa ist jetzt in der Lage, sich schnell in Richtung einer sauberen, sicheren und wirtschaftlichen Energiezukunft zu bewegen.

Auf seinen 364 Seiten beschreibt das Szenario einen kostengünstigen Weg, saubere Energie mit immer weniger CO2 in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr zu erzeugen. Andere Quellen von CO2-Emissionen wie der internationale Luft- und Seeverkehr sowie prozessbedingte Emissionen aus der Industrie, beispielsweise aus der Zementherstellung, wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

Fakt ist, dass ihr Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen nicht mehr als 10% beträgt, aber ihre Einbeziehung würde den Rahmen der Studie sprengen. Zudem wären Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen damit schwieriger abzuschätzen.

Zu diesem Zweck haben die Autoren verschiedene Technologien und Entwicklungen in allen Regionen der Welt sorgfältig studiert. Sie zeigen, wie bis 2050 weltweit eine nachhaltige Energieversorgung erreicht werden kann – und zwar für 9,5 Milliarden Menschen.

Sektorziele Deutschlands im Klimaschutzplan 2050

Generell beschreibt der Klimaschutzplan die folgenden Handlungsfelder: Bau, Industrieproduktion, Transport, Energie-, Forst- und Landwirtschaft. Die Umstrukturierung des Energiesektors ist jedoch von größter Bedeutung. Darüber hinaus wurden allgemeine Zwecke und Maßnahmen identifiziert.

Im Energiebereich wurde mit der Energiewende bereits ein wichtiger Grundstein gelegt. Mit dem weiteren Ausbau des Gebrauchs erneuerbarer Energien und der schrittweisen Reduzierung des Angebots an fossilen Energieträgern sollen bis 2030 die Emissionen in dieser Branche um bis zu 62% gegen 1990 sinken. Eine der Maßnahmen für diesen Sektor ist die Schaffung der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung durch die Deutsche Regierung. Diese Kommission wurde im Sommer 2018 unter dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie unter Beteiligung weiterer Ressorts geschaffen.

Um den Prozess der Transformation zu bewältigen, galt es, umsetzbare Perspektiven für die jeweiligen Bereiche und Regionen zu entwickeln, die darauf aufbauenden Konzepte und die erforderlichen Schritte zur Umsetzung abzustimmen sowie finanzielle Voraussetzungen zu schaffen. Anfangs 2019 legte diese Kommission ihren Abschlussbericht vor. Sie empfahl, die Verstromung von Kohle in Deutschland spätestens 2038, möglichst bis 2035 zu stoppen. Die Kommission hat auch Vorschläge zu spezifischen Aussichten für die Kohleregionen abgegeben.

Im Klimaschutzplan Deutschlands hat die Regierung bereits vor fünf Jahren Zielkorridore für Treibhausgas-Emissionen für alle Branchen bis 2030 festgelegt. Im Industriesektor soll der Rückgang bis 2030 bis zu 51% gegen 1990 betragen. Eine der Maßnahmen für diese Branche war, dass die Regierung gemeinsam mit dem Industriesektor ein Entwicklungs- und Forschungsprogramm zur Reduzierung klimarelevanter Emissionen aus der Industrie aufgelegt hat. Es sollte sich auf den Zweck des Übergangs zur Neutralisierung von Treibhausgasen konzentrieren.

Darüber hinaus sollen Energieeffizienzmaßnahmen wie das Verwenden vorhandener Abwärmepotenziale zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen. Kraftstoff macht derzeit fast 70% des industriellen Endenergiebedarfs aus. Dementsprechend ist die Wärmemenge und damit die Abwärme groß.

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